Die
Lehre vom Menschen-Der
Mensch wurde zum Ebenbild Gottes erschaffen, unschuldig, moralisch rein und
verantwortlich, zwischen Gut und Böse zu wählen. Durch den Ungehorsam
unserer ersten Eltern ist der geistliche Tod in ihre Nachwelt gedrungen. Dadurch
ist der Mensch von Natur aus total verdorben; und abgesehen von einer Initiative
der Gnade Gottes hat er weder ein Verlangen danach, Gott zu suchen noch die
Kraft, sich selbst entsprechend dem Willen Gottes wiederherzustellen.
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Der
Mensch wurde zum Ebenbild Gottes erschaffen
Gott
schuf Menschen, nicht nur einen Mann. Als er
Adam machte, war es die menschliche Rasse, die er erschuf. 1Mo 1,27; 9,6; Jak 3,9.
Was
alles mit Ebenbild gemeint ist, können wir nicht sagen. Aber so weit wir wissen
lehrt die Bibel uns, dass moralische Rechtschaffenheit Teil dieses Ebenbildes
war, Pred 7,29; Eph 4,24.
Die
erste Sünde des ersten Menschen veränderte seine gesamte moralische Natur von
einem heiligen zu einem sündhaften Zustand. Dieser veränderte Zustand ist
aufgrund seiner Vererbbarkeit zu allen Nachkommen hindurchgedrungen, Rö 5,12; 1Ko
15,22; Eph 2,3.5; Hiob 15,14.
Dies geschieht jedoch so, dass trotzdem jeder für seine eigene Sünde
verantwortlich ist, 5Mo 24,16; 2Kö 14,6; Spr 11,19; Hes 18,4.20; Jer
31,30; Rö 1,20; Jh 3,19.20.
Durch
den Sündenfall ist der Mensch ein Sünder
geworden. Durch den Sündenfall ist der Geist des Menschen tot geworden. Tot
bedeutet einfach Trennung. Eph 2,1. Das ist, was man weitläufig totale
Verderbtheit oder fleischliche Natur
nennt.
Diese
Verderbtheit impliziert, dass der Mensch mit einer Neigung zur Sünde geboren
wird. Aber der Mensch hat auch einen freien Willen moralische Entscheidungen zu
treffen und ist deshalb immer noch für seine Handlungen verantwortlich.
Gott
hätte Adam mit einer Unfähigkeit zur Sünde schaffen können, aber Gott wünscht
eine Gemeinschaft mit freiwilligen
Individuen, die ihn lieben. Ansonsten wären wir nichts als Marionetten; und
Gott selbst müsste der Grund und Erschaffer aller Sünde und alles Bösen sein.
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THEOLOGISCHE
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die
Freiheit des Menschen
Beweise–
1. Bewusstsein „Ich weiß, dass ich frei bin; und das alles.“ Dr.
Samuel Johnson
2.
Diese Freiheit ist verflochten mit einem Gefühl der
moralischen Verpflichtung und einem Gefühl der Strafe für unsere Vergehen.
„Wenn der Mensch zu einem zukünftigen Zeitpunkt bestraft wird, muss
Gott der Strafende sein.“
„Wenn Gott straft, muss die Strafe gerecht sein.“
„Wenn die Strafe gerecht ist, hätte der Gestrafte anders handeln können.“
(Freiheit)
„Wenn die Gestraften hätten anders handeln können, sind sie frei
Handelnde“
„Daher: Wenn Menschen in der zukünftigen Welt bestraft werden, müssen
sie in dieser frei sein.“
3.
Die Bibel setzt überall voraus, dass die Menschen frei sind, dem Gesetz Gottes
zu gehorchen und dass sie in die Bedingungen der Errettung einwilligen.
Spr
1,23-31; Mt 23,37; Jh 7,17
4.
Wenn die moralischen Handlungen der Menschen Auswirkungen von durch Gott
verursachte Anlässe sind, dann ist Gott entweder der Urheber der Sünde oder
Gottes eigene Handlungen sind Auswirkungen irgendwelcher zwingenden Anlässe,
wie der „stärkste Drang“ oder die Verfassung seiner Natur, das Universum
unter der eisernen Klaue des Schicksals, und Sünde ist nur eine Illusion und
eine Unmöglichkeit.
5.
Wenn der Mensch durch Schicksal gerettet ist, und nicht durch Glauben, dann ist
unsere Anbetung nichts als eine vorprogrammierte Handlung. Es ist keine echte,
willentliche Anbetung, sondern nichts als das Ziehen an den Fäden der
Marionetten, die nichts anderes tun können, als das, wozu sie schon von aller
Ewigkeit her vorherbestimmt sind. Das wäre im Grunde eine Selbstanbetung Gottes.
TOTALE
VERDORBENHEIT
Wenn
der Mensch total verdorben ist, wie kann er dann frei sein? Wie wir schon
erklärt haben, ist die Freiheit des Menschen nach der Heiligkeit Gottes
notwendig. Aber die andere Seite der Münze ist ebenso gleichwertig wahr. Wir
sind alle durch den Fall Adams geschädigt worden; und in unserer Freiheit haben
wir alle mit ihm gesündigt. Rö 5,12. Denn alle haben gesündigt und verfehlen die
Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. Rö 3,23; 6,23.
Gesündigt
durch seine eigene Wahl. Er kann seine Natur beklagen aber nicht beschuldigen.
Wenn
der Mensch total verdorben ist, wie kann er dann frei sein? Wir müssen
fragen in welchem Sinn total gemeint
ist. Wenn wir sagen, dass der Menschen zu dem Zeitpunkt, in dem er in die
Welt kommt, total ruiniert ist, dann würden wir gegen die Schrift gehen, die in
2Ti 2,13 sagt: „Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer
treiben,…“ Wenn sie also so total verdorben, wie man es nur sein kann,
geboren werden, dann würde es für sie unmöglich sein, es „immer schlimmer
zu treiben“. In Rö 1,21-28, gibt Gott uns ein Beispiel von solchen, die
selbst gewählt haben, schlimmer und schlimmer zu werden, trotz Gottes
vorausgehender Gnade.
Eine
gute Art die totale Verdorbenheit zu erklären ist das Modell der grünen Farbe.
Jede Person sei im übertragenen Sinne total grün geboren. Nun sind
verschiedene Bereich des Körpers sehr hellgrün und in anderen mittlelgrün. Es
können sogar dunkelgrüne Flächen da sein. Diese Verdorbenheit ist eine
Krankheit, die verdirbt und zerstört. Es ist nicht unsere Schuld, es ist unser
Unglück.
Wir
können diese Krankheit füttern und werden dunkler und dunkler, schlimmer und
schlimmer. Wozu wir jedoch nicht in der Lage sind, ist, durch eigene
Willenskraft zu erzwingen, dass wir heller und heller oder sogar weiß werden.
Nur der große Arzt hat die Macht, uns von unserer geistlichen Krankheit zu
heilen. Gott versetzt uns in die Lage, in unserem moralischen Sein immer noch
frei genug zu sein, um zwischen gut und böse wählen zu können, es sei denn,
wir lehnen Gottes vorhergehende Gnade ab. Obwohl der Mensch Freiheit hat, hat
niemand jemals immer den richtigen Weg gewählt. Der Fakt hieraus ist, dass wir
alle gesündigt haben.
Die
missliche Lage des Menschen ist, dass seine Sünden eine Schranke und Verstoß
gegen den heiligen Gott sind. Diese Trennung ist unser Vergehen; Gottes Natur
und die unsere stehen im Konflikt zueinander. Jesus hat eine Vorkehrung durch
die Reinigung von unsrer alten Natur
(„Grünheit“) durch die neue Geburt (Wiedergeburt) und Heiligung geschaffen.
Das Werk Christi ist das Mittel durch das unsere Natur mit der Natur Gottes
wieder in eine Linie kommen kann. Nicht durch den Willen des Menschen, sondern durch
Gottes Werk. Es
ist eine Gnade, verliehen an Kinder und an solche, die die Gnade akzeptieren,
die Gott ihnen anbietet.
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Übersetzt
von Waldemar Klein aus dem englischen Original von Jeff Paton: http://biblical-theology.net/doctrine_of_man.htm
Für
Fragen auf Deutsch: waldemar_klein[at]gmx.de
Mehr
Informationen (englisch) auf: www.eternalsecurity.us
___________
Das
GLOSSAR
THEOLOGISCHER BEGRIFFE von BIBLISCHE
THEOLOGIE
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BIBLIOGRAPHIE
Daniel Steele, D.D.
Binney’s
Theological Compend, Improved
Edgar Ellyson
Theological
Compend
A.M. Hills
Fundamental
Christian Theology
The
Establishing Grace